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Der countdown läuft - neueste Technik für die Reifung von Fleischerzeugnissen

Veröffentlicht am Friday 09 September 2011 20:07:25 von Eb
fleischtechnik.png

 

Auch die Ausbildung zum Kulmbacher Fleischtechniker hat Schwachstellen. Eine davon war bisher die reproduzierbare Herstellung von fermentierten und/oder getrockneten Fleischerzeugnissen. Der Schwachpunkt lag in der vorhandenen Klimatisierungstechnik - Baujahr 1976 - Erstausstattung! Wir konnten zwar qualitativ hochwertige Erzeugnisse herstellen - die Schwankungsbreiten für die heutigen Anforderungen bei der Vermarktung derartiger Erzeugnisse waren aber nicht mehr akzeptabel.

Dadurch mussten wir bisher viele Entwicklungsanfragen unserer Praxispartner absagen - die unsere fachliche Ausbildung richtig bereichert hätten.

Wir wussten, welche Anlagentechnik für die Rohwursttechnologie und die Trocknung von Roschinken den Stand Technik darstellt (siehe Foto), für uns eigentlich unerrreichbar.

Aber......

 

 

...wir haben uns einen Partner für diesen Ausbildungsschwerpunkt ganz gezielt erarbeitet . Uns war von Anfang an klar, wir fokusieren unsere Bemühungen auf eine Partnerschaft mit der Firma Schröter Technologie GmbH. Warum? - wir wollen Reifung und Klimatisierung als nächste Kernkompetenz an unserer Fachschule forcieren - und dazu bietet sich die Zusammenarbeit mit dem weltweiten Marktführer auf diesem Gebiet an.

Das rechte Bild (v.l.n.r. Dietrich Schröter, Thomas Eberle, Hans-Werner Hofmann, Klaus Schröter) ist nach der formellen Zusage/Vertragsentwurf der Kooperation entstanden. Wer mich und meine Mimik kennt, weiß, ich freue mich richtig auf die Zusammenarbeit! Warum...?

 ...was hier aufgebaut wird, sucht seinesgleichen. Wir bekommen die kleinste Clima Jet Anlage (Zwei Wagen breit). Die Gesamtinvestition beläuft sich auf 120.000,- €. Mit dieser Technik und der Zusammenarbeit mit der Fa. Schröter ergeben sich vollkommen neue Möglichkeiten bei der Bearbeitung von Projekten für unsere Partner in der Fleischbranche. Allein für das Schuljahr 2011/2012 generiert diese geplante Neuausstattung drei Großprojekte.

Die folgenden Bilder dokumentieren den Weg bis zur Inbetriebnahme der neuen Reifetechnik.

Von der Optik sieht man der Technik die 35 Jahre nicht an, aber.... ...spätestens von der Steuerung. Wenn dann 25 Jahre nach der letzen Ersatzteilproduktion der Regler aussteigt - ?...

.....gibt es nur noch einen Schrottpreis dafür!

...und spätestens, als der alte Fussboden für den neuen Industriefussboden entsorgt wurde....

....war ersichtlich, warum HMS (für Fremde: Hausmeister Schmidt) im Keller ein spezielles Eimer- und Wannensystem zum Schutz der Betriebstechnik vor Schwallwasser entwickelt hat.

Unser Sachaufwandsträger (Landkreis) hat im Rahmen des Umbaus richtig Geld in die Hand genommen, um diesen alten Mangel entgültig abzustellen. Dazu wurde der Klimaraum wie eine "Wanne" aufgebaut, bevor der Estrich, als Untergrund für den Industrieboden, eingebracht wurde.

Das bei diesen Bilder (letzte Ferienwoche) ein planmäßiger Start zum Schuljahresbeginn nicht möglich ist, leuchtet jeden ein.

 
 
 
 
Die "professionelle Absperrung des Praktikums in der ersten Schulwoche signalisiert jedem: "Achtung Baustelle!" Der Estrich ist abgeschliffen, die Hohlkehlen mit Epoxydharz vorbereitet und die Fläche für die neue Klimaanlage (nur Kammer) deutlich erkennbar.